Masuren 2006

5 Jahre nach unserem ersten Masurenurlaub zog es uns im Sommer 2006 wieder in dieses herrliche Land.

Während der langen Anreise machten wir 2 Zwischenstopps: Den ersten, um Freunde in Połczyn Zdrój zu besuchen; den zweiten, um die Stadt Toruń (Thorn) - Unesco-Weltkulturerbe - zu besichtigen. Ein Besuch dieser Stadt ist immer wieder lohnenswert (s. auch Reisebericht Gnesen-Warschau aus 2004).

Dann aber endlich, am 4. Tag unserer Reise, erreichten wir Masuren. Unser erstes Ziel war wieder das „Hotel im Park“ in Jęndrychowo (Heinrichshöfen) bei Sorkwity (Sorquitten), in dem wir uns bereits 2001 sehr wohl gefühlt hatten.

Hotel im Park, Jendrychowo

Freundlich wurden wir wieder aufgenommen, und besonders angenehm überrascht waren wir über das neue Restaurant in der alten Scheune: Tolles Ambiente und ein Superessen! Für 10 Tage sollte dieses herrlich am See gelegene Hotel unser Standquartier sein, von dem aus wir unsere Touren, vorwiegend mit dem Fahrrad unternahmen. Die vor Ort erhältliche Touristenkarte „Große Masurische Seen“ (1:100.000) war wieder ein unentbehrlicher Helfer. Die hier beschriebenen Radtouren lassen sich mit Hilfe dieser Karte wieder leicht nachvollziehen (s. auch 1. Reisebericht Masuren). Jeden Morgen wurden wir durch das Klappern der Störche und die lauten Rufe der Kraniche geweckt, der See lud zum Baden ein, nur das Wetter spielte diesmal nicht so mit, denn wir hatten fast täglich Regen(schauer).
Dennoch unternahmen wir viele Radtouren auf wenig befahrenen Straßen oder Feld- und Waldwegen. Diese stellen wir hier kurz mit Wegebeschreibung und Sehenswürdigkeiten vor.

03.08.2006: Jęndrychowo - Grabowo - Karwie - Mrąngrowo - Richtung Szestno, kurz vorm Ort links abbiegen - Lembruk - Pilec - Święta Lipka - Reszel - Robawy - Richtung Biskupiec - Łeżany - Wola - Szymanowo - Warpuny - Zyndaki - Pustniki - Gieląd - Sorkwity - Jęndrychowo (78 km).
Mrąngrowo: kleine Kreisstadt am See gelegen mit schönem Rathaus in der Altstadt. Um den See führt ein Radwanderweg.
Święta Lipka: Wallfahrtskirche, stündlich kostenloses Orgelkonzert
Reszel: ehem. Kreisstadt mit historischem Stadtkern und restaurierter Burg. Herrlicher Blick auf die Altstadt vom Burgfried!

Reszel, Blick von der Burg Markt mit Rathaus

Sorkwity: Start der Kanuroute durch Masuren; Schloss im Tudor-Stil

04.08.2006: Um den Jezioro Bełdany (Beldahnsee)
Ruciane Nida - auf der Ostseite des Beldahnsees nach Norden mit dem Ziel Wierzba - Fähre - auf dem markierten Radwanderweg wieder nach Süden bis Iznota - dort rechts abbiegen Richtung Straße 609 - Ukta - Wojnowo - Ruciane Nida (44 km).
Ruciane Nida: Schleuse
Wierzba: kleine Fähre
Wojnowo: Kloster der Altgläubigen

05.08.2006: Jęndrychowo - Sorkwity - Gieląd - Choszczewo - Stanclewo - Bredynki - Biskupiec - Bęsia - Kabiny - Kolno (dort gab es einen Laden, in dem wir zu Mittag etwas einkaufen konnten) - Kabiny - Samławki - Richtung Otry - an der Försterei Samławki links durch den Wald nach Wola - Szymanowo - Warpuny - Zyndaki - Pustniki - Gieląd - Sorkwity - Jęndrychowo (83 km).
Viel Sehenswertes gab es an diesem Tag nicht, auch nicht in Biskupiec. Aber viel Natur!

06.08.2006: Jęndrychowo - Grabowo - Richtung Mrąngrowo - am Ortsausgang nach Norden abbiegen - Janowo - an der Hauptstraße links - im Wald gleich rechts und dem Waldweg folgen bis Bagienice - Małe Marcinkowo - Mrągowo (Außenbezirke) - Richtung Norden (Polska Wieś) bis zur gelben Straße (Mrągowo-Zyndaki) - Gązwa - links ab und durch den Wald nach Młynik - Sorkwity - Jęndrychowo (44 km).
Auch heute vor allem viel Natur!

Weißstorch

07.08.2006: Jęndrychowo - Sorkwity - Maradki - links durch den Wald über eine asphaltierte Straße nach Borowe - rechts ab nach Rutkowo - links Richtung Dłużec - an der Abzweigung rechts nach Goleń - Nawiady - Mojtyny - Str. Kiełbonki - Zgon - Rosocha - Krutyn - weiter nach Norden - an der Hauptstraße links nächste Straße rechts - Kreuzung im Wald links nach Piecki - Szklarnia - Dłużec - Grabowo - Jęndrychowo (85 km).
Krutyn: bekannter Touristenort mit der Möglichkeit für Bootsfahrten auf der Krutynia
nördl. Krutyn, kurz vor der Hauptstraße links ein herrlicher Rastplatz.

08.08.2006: Regentag - Autotour über Kętrzyn (Rastenburg) zu den Schlössern und Herrenhäusern von Barciany (Barten) und Drogosze (Dönhoffstädt). In Barciany wird das Schloss zur Zeit restauriert. Und in Drogosze triftt man mir etwas Glück die derzeitigen Hausverwalter und kann dann zumindest einen Blick in einige Räume des riesigen Gutshauses werfen.

09.08.2006: Jęndrychowo - Grabowo - Dłużec - Krzywy Róg - Piecki - zunächst geradeaus weiter Richtung Mikołaiki, nach ca. 1 km links Richtung Kosewo - in Kosewo links Richtung Mrągowo - hinter dem Bahnhof rechts ab - Czerwonki - Tymniki - Mrągowo (Außenbezirke) - Richtung Norden (Polska Wieś) bis zur gelben Straße (Mrągowo-Zyndaki) - Gązwa - links ab und durch den Wald nach Młynik - Sorkwity - Jęndrychowo (62 km).
Auch heute wieder viel Landschaft. Die in der Karte verzeichneten Herrenhäuser haben wir nicht gefunden. Und auch der Aussichtsberg Kosewo Górne bietet eine solche nicht!
Problematisch wurde dann noch die Rückfahrt: Zwischen Gązwa und Młynik, kurz vor Młynik mitten in einer Gefällestrecke, war die Telefonleitung gerissen und spannte sich über die Straße. Nur durch eine Vollbremsung gelang es uns gerade noch, schwere Körper- und Sachschäden zu verhindern.

10.08.2006: Ruhetag - Kajaktour. Im Hotel können wir uns - auch kurzfristig - Kajaks ausleihen. Nur mit dem Abholdienst am Abend klappte es so kurzfristig nicht mehr. Also mussten wir die Kanustrecke auch wieder zurückpaddeln.
Wir paddelten nach Süden, mit der Strömung, denn nach Norden war bereits nach 3 km in Sorkwity Schluss.
Es ist noch früh am Morgen. Ruhig gleitet der Kajak über den See. Ein einsamer Angler sitzt auf einem Bootssteg. In der Ferne hören wir die Kraniche rufen. Haubentaucher lassen das Boot ganz nah passieren. Entspannung pur.
Doch nun ist das Ende des Sees erreicht. Wohin? Plötzlich sehen wir im Schilf vor uns eine Öffnung. Ganz schmal und flach windet sich ein Rinnsal hindurch. Laut Karte müssen wir hier weiterpaddeln. Kommen wir da überhaupt durch?

Mit dem Kajak unterwegs

Wir versuchen es. Der Wasserstand in dem Rinnsal ist teilweise unter 15 cm. Dann müssen wir schieben. Steine liegen im Wasser und behindern die Fahrt. Und immer wieder müssen wir umgestürzten Baumstämmen und Ästen ausweichen. Es ist dunkel unter den Erlen. Nur vereinzelt dringt Licht durch. Das schillernde Blau des Eisvogels leuchtet plötzlich vor uns auf. Und dann steht mitten in dem kleinen Bach ein Schwarzstorch. Begeistert fahren wir weiter: Der nächste See, eine weitere enge Passage - diesmal im Zick-Zack-Kurs durch den dichten Schilfgürtel, und wieder in einen neuen See hinein. Bis Dłużec kommen wir, dann drehen wir um und genießen auf der Rückfahrt die herrliche Landschaft noch einmal. Doch diesmal - später am Tage - begegnen uns bereits viele Kajaks, und die Ruhe am Morgen ist auch dahin.
Am späten Nachmittag kommen wir wieder in Jęndrychowo an, müde und kaputt. Es waren schließlich 18 km, die wir mit dem Kajak zurückgelgt hatten. Von wegen Ruhetag!

11.08.2006: Jęndrychowo - Sorkwity - Maradki - Rozogi - Rybno - Kałeczyn - Targowo - Dżwierzuty - Linowo - Szczytno - Lemany - Nowe Kiejkuty - Orzyny - Rańsk - Kałeczyn - Rybno - Borowe - Grabowo - Jęndrychowo (100 km).
Diese letzte Radtour vom Hotel in Jęndrychowo aus führte nach Szczytno (Ortelsburg). Wegen der langen Fahrtstrecke blieb für Besichtigung nur wenig Zeit. Deshalb erfolgt hier auch keine Empfehlung.

12.08.2006: Wir verlassen Jęndrychowo und fahren zu unserem neuen Hotel in Harsz (Haarschen). Harsz liegt zwischen Giżycko (Lötzen) und Węgorzewo (Angermünde), ca. 8 km östlich Sztynort (Steinort). Hier fanden wir in der Willa Harsz eine ruhige und sehr freundliche Unterkunft. Die gutbürgerliche Küche (Dank an Basia) war sehr schmackhaft, Sonderwünsche wurden gern erfüllt. Man sollte jedoch einige Worte polnisch sprechen, da in diesem Hotel niemand der deutschen Sprache mächtig ist. Aber wie schon gesagt: Für uns ist die Willa Harsz beim nächsten Masurenurlaub eine feste Adresse.

Willa Harsz

Und gleich nach der Ankunft ging es noch am Nachmittag auf Erkundungstour: Harsz - Sztynort - auf dem Radwanderweg nach Radzieje und zurück (35 km).
Beeindruckend das Gut derer von Lehndorff in Sztynort. Doch leider in einem bedauernswerten Zustand. Jetzt scheint sich aber etwas zu bewegen. Das Gelände ist verkauft, das erste Gebäude renoviert und in diesem wurde ein Restaurant mit besonderem Ambiente eingerichtet.

Sztynort

Und besonders schön der Radwanderweg nach Radzieje, zwar sandig, aber mit einer herrlichen Aussicht über den Jezioro Dargin (Dargeinen See) und die Masurische Landschaft. Wir haben keinen Radfahrer getroffen, der hier nicht angehalten hat, um die Aussicht zu genießen und zu fotografieren.

13.08.2006: Harsz - Sztynort - Kietlice - Przystań - Trygort - Węgorzewo - Czerwony Dwór - Pawlowo - Sobiechy - Ołownik - russische Grenze - Ołownik - Dąbrówka Nowa - Budry - Krzywińskie - Pozezdrze - Harsz (86 km).
Die Straße von Kietlice nach Przystań ist größtenteils Kopfsteinpflaster, die Route lohnt sich aber dennoch, da man in Mamerki alte Wehrmachtsbunker besichtigen kann. Diese Bunkeranlage ist insofern interessant, da von hier aus im 2. Weltkrieg von der Heeresführung der Russlandfeldzug organisiert wurde.
Kurz hinter den Bunkern überqueren wir den Masurischen Kanal, der einmal die Masurischen Seen mit Königsberg verbinden sollte. Baubeginn war bereits Anfang des 20. Jahrhunderts. 2 Weltkriege verhinderten jedoch seine Fertigstellung. Und bereits wenige Kilometer nach seinem Beginn ist an der ersten Schleuse wegen schwerer Kriegsschäden auch schon wieder Schluss.
Węgorzewo wurde im Krieg stark zerstört - das merkt man noch heute. Das Schloss wurde wieder aufgebaut, viel mehr gibt es aber hier nicht anzusehen.
Interessanter war da schon die polnisch-russische Staatsgenze bei Ołownik. Die Grenze verläuft hier mitten durch einen Friedhof, wahrscheinlich der alte gemeinsame Friedhof der ehemaligen deutschen Orte Sandenwalde (heute polnisch) und Friedrichsruh (heute russisch). Wir entdeckten noch deutsche Gräber, das letzte vom 14.3.1943.

An der polnisch-russischen Grenze

14.08.2006: Mal wieder ein Regentag. Wir erkundeten mit dem Auto die Puszcza Borecka (Borker Heide), ein riesiges Waldgebiet, in dem man sich trotz Karte und Schildern leicht verfahren kann. Unser Ziel das Wisentgehege bei Wolisko. Das war aber an dem Tag nicht für den Publikumsverkehr geöffnet, da keine Fütterung stattfand (war einer kleinen handgeschriebenen Notiz auf einer Kreidetafel zu entnehmen). Da der am Parkplatz abgestellte Souvenirwagen einen sehr verkommenen Eindruck machte, forschten wir nach. Die Gehege waren offen - und wie wir anschließend erfuhren, laufen die Wisente mittlerweile frei in der Puszcza Borecka herum. Wir haben aber keines angetroffen, auch nicht auf unserer Radtour am folgenden Tag.

15.08.2006: Harsz - Pozezdrze - Kuty - Jakunówko - Jeziorowskie - Wolisko - Orłowo - Gawliki - Lipowo - Jurkowo Węgorzewskie - Możdżany - Kruklanki - Wyłudy - Pozezdrze - Harsz (85 km).
Puszcza Borecka - ein toller Wald. Immer wieder neue Eindrücke, ständig wechselnde Landschaft - Laubwald, Mischwald, Nadelwald, Lichtungen, Seen, Sümpfe - und sehr gut befahrbare Wege. Vereinzelte Informationstafeln (leider nur in polnisch) erklären die besondere Fauna, die unterschiedlichen Wälder oder ehren einen Förster, der sich besonders für die Wiederansiedlung der Wisente eingesetzt hat.

16.08.2006: Harsz - Pozezdrze - Pieczarki - Swidry - Giżycko - Straße 592 Richtung Kętrzyn - Guty - Kamionki - Doba - Pilwa - Radzieje - Sztynort - Harsz (70 km).
In Giżycko ist vor allem die Feste Boyen ein Anziehungspunkt für die vielen Touristen. „Preußens Kriegsminister Hermann von Boyen hatte seinen König Friedrich IV. 1841 endlich überzeugt, hier die größte, mächtigste und imposanteste Festung ganz Masurens zu bauen. Zwischen 1847 und 1855 errichtete man Bastionen und Pulvertore, Wassergräben, Kasernen und alle weiteren erforderlichen Gebäude. Die Festung hat die Form eines siebenzackigen Sterns, die durch die mächtigen Erdwälle, Mauern und Gräben unterstrichen wurde.“

Gyzicko, Feste Boyen

Besonders reizvoll ist dann der Radwanderweg an der Westseite des Jezioro Dargin (Dargeinen See). Kleine Straßen, Feldwege, kleine ruhige Ortschaften und die herrliche masurische Landschaft machten die Rückfahrt zu einem wahren Genuss. Vor allem auf das letzte Stück des Radwanderweges wurde bereits am 12.08. hingewiesen.

Blick auf den Jezioro Dargin

17.08.2008: Sightseeing-Tour mit dem Auto.
Łabędnik (Groß Schwansfeld) - an der Straße Kętrzyn - Bartoszyce: Ein schön restauriertes Herrenhaus, ehemals im Besitz der Familie „von Gröben“. Im Ort eine für die Region typische Backsteinkirche mit Storchenhorst.
Lidzbark-Warmiński (Heilsberg): Ehemaliger Bischofspalast, bedeutendste Festungsanlage nach der Marienburg.

Lidzbark-Warminski

Dobre Miasto (Guttstadt): Dom aus dem 14. Jahrhundert und Storchenturm, ein Relikt der ehemaligen Stadtmauer. Hier hatten wir das Glück, dass der Turm wegen des angemeldeten Besuchs einer deutschen Reisegruppe gerade geöffnet war.

18.08.2006: Ruhetag und Pilze suchen. Die masurischen Wälder sind voller Pilze. Obwohl wir die Gegend um Harsz nicht sehr gut kannten, benötigten wir keine 3 Stunden, um 2 riesige Beutel voll schmackhafter Maronen und Steinpilze zu sammeln. Diese gaben wir in der Willa Harsz ab und bekamen zum Abendessen von Basia ein wunderbares Pilzgericht gezaubert. Das war halt die besondere Atmosphäre in Harsz!

19.08.2006: Doch dann hieß es Abschied nehmen. Dieser wurde uns beim Frühstück durch einen riesigen Baumkuchen noch versüßt.
Auf der Fahrt nach Elbląg (Elbing) machten wir einen Umweg über Kwitajny (Quittainen). In diesem Gutshaus wohnte bis zu ihrer Flucht mit dem Pferd Gräfin Dönhoff und verwaltete von hier aus die Güter der Dönhoffs. Das Herrenhaus ist mittlerweile im Besitz einer Warschauer Familie und perfekt restauriert.

Kwitajny

Aber auch der kleine Ort Kwitajny ist sehenswert, da er die Kriegswirren nahezu unversehrt überstanden hat.
Elbing war unser Tagesziel. Diese Stadt wurde im 2. Weltkrieg nahezu vollkommen zerstört und wird nun nach und nach wieder aufgebaut. Man versucht hier die Symbiose zwischen alt und neu, teilweise ganz gut gelungen, jedoch nicht immer unser Geschmack. Eine tolle Unterkunft fanden wir im Pensjonat MF, zentral und dennoch ruhig gelegen mit einer guten Küche. Und vor allem in Hafennähe, denn am ....

20.08.2006 hatten wir bereits von Deutschland aus über unser Hotel Karten für eine Schifffahrt auf dem Oberländer Kanal reservieren lassen.
Der Wetterbericht sah gut aus, und so fanden wir uns hoffnungsfroh bereits um 8.00 Uhr am Hafen ein, bezahlten unsere vorbestellten Karten und starteten zu einer unvergesslichen Schifffahrt.

Kanal Elblaski (Oberländer Kanal)

Zunächst über den Fluss Elbląg, dann durch den den sehr flachen, nahezu vollkommen zugewachsenen Jezioro Druzno (Drausensee) und schließlich in den Kanał Elblański (Oberländer Kanal). Und hier beeindrucken nicht nur die Natur, die Landschaft und die vielen Wasservögel auf dem Jezioro Druzno, es ist vor allem die 150 Jahre alte Technik der geneigten Ebenen, die einen in den Bann zieht. Schiffe werden in einem Waggon auf Schienen über einen Berg gezogen - nur mit Hilfe des vorhandenen Wassers, ohne Energiezufuhr.

Kanal Elblaski (Oberländer Kanal)

Da wir die Rückfahrt von Buczynec (Buchwalde) über das Hotel mit einem Reiseführer gebucht hatten, kamen wir sogar in ein Maschinenhaus hinein und konnten die Technik direkt vor Ort im Einsatz besichtigen.
Alles in allem war diese Reise einer der Höhepunkte des Urlaubs 2006. Und noch heute schwärmen wir von der Fahrt über den Oberländer Kanal und sagen uns: Noch einmal!

21.08.2006: Es heißt Abschied nehmen von Masuren, von Polen. Leider. Trotz oftmals regnerischen Wetters war es ein Urlaub mit vielen bleibenden Eindrücken und Erlebnissen. Und es wird nicht unser letzter Urlaub in Masuren und erst recht nicht unser letzter Urlaub in Polen sein.